Theaterkunst Talk
Aleksandra Staszko
Wir haben mit der polnischen Kostümbildnerin Aleksandra „Ola“ Staszko über den Film „Vaterland“ (seit 3.9.2026 im Kino) und ihre Arbeit als Kostümbildnerin gesprochen.
Ola Staszko hat Sozialwissenschaften an der Universität Warschau und Kunst an der Gerriet Rietveld Art Academy in Amsterdam, Niederlanden studiert. Seitdem hat sie für mehr als 20 Filme und TV Serien das Kostümbild entworfen, so zum Beispiel für „Köln 75“, „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“, „Ida“, „Mr Jones” und „Krux“, der demnächst im Kino erscheint.
2003 erhielt sie den Preis für „Bestes Kostümbild” beim polnischen Gdynia Filmfest für „Squint Your Eyes“ („Augenzwinkern“). 2006 war sie Teil des Berlinale Talent Campus. Für ihre Kostüme des Films „Ida” wurde sie 2013 in der Kategorie „Bestes Kostüm“ der Orły Polish Film Academy nominiert. Seit 2019 ist Ola Staszko Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.
„Vaterland“ (Regie: Paweł Pawlikowski) feierte seine Premiere als Eröffnungsfilm des Münchner Filmfest 2026. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll. Sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.
Copyright Portrait: Aleksandra Staszko // Neue Visionen / Agata Grzybowska (Vaterland) //Cala Filmproduktion (Krux) // Neue Visionen Filmverleih GmbH (Cold War)
Theaterkunst
Aleksandra Staszko
„Vaterland“ ist bereits deine dritte Arbeit mit Regisseur Paweł Pawlikowski. Was faziniert dich an seinen Produktionen und was ist das Besondere an diesem Film?
Ich habe bereits bei Pawełs früheren Filmen mit ihm zusammengearbeitet, und jedes Mal fühlt es sich wie ein neues Abenteuer an. Paweł ist ein brillanter Künstler und ein außergewöhnlich talentierter Regisseur, der seine Vision großzügig mit seinen Mitarbeitern teilt – eine Vision, in der die Kostüme eine entscheidende Rolle spielen.
Die Zusammenarbeit mit Paweł gibt mir die Möglichkeit, meine Fähigkeiten kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zum dritten Mal mit demselben Regisseur zusammenzuarbeiten, verleiht der Zusammenarbeit zudem eine neue Tiefe. Wir haben eine gemeinsame Geschichte und bei jedem Projekt bauen wir auf einem gefestigten Fundament gegenseitigen Verständnisses auf. Da wir nicht alles von Grund auf erklären müssen, können wir direkt in den Kern des kreativen Prozesses eintauchen.
Die Kostüme spiegeln die Nachkriegszeit in einem zertörten Deutschland wider. Auf was hast du dabei geachtet und welche Rolle spielt der Fakt, dass der Film in schwarz-weiß gefilmt wurde?
„Vaterland“ unterscheidet sich deutlich von „Cold War“. Die Kostümgestaltung ist hier wesentlich minimalistischer. Auch wenn „Cold War“ ein Schwarz-Weiß-Film war, verbarg sich hinter den Kulissen eine reichhaltige Palette – eine riesige Auswahl an Farben, Texturen, Stoffen, Silhouetten und Looks. In „Fatherland“ hingegen sind die Kostüme bewusst zurückhaltend gehalten, um das Publikum nicht abzulenken, sodass es sich ganz auf die Protagonisten und deren emotionale Entwicklung konzentrieren kann.
Einer der faszinierendsten Aspekte beim Entwerfen für „Vaterland“ war die Darstellung des Kontrasts zwischen Ost- und Westdeutschland – einer Nation, die nicht nur geografisch, sondern auch politisch und kulturell zwischen dem sowjetischen und dem amerikanischen Einflussbereich gespalten war. Diese Spaltung spiegelte sich natürlich auch im Wohlstand und in der Alltagskleidung der Menschen wider.
Die Dreharbeiten in Schwarz-Weiß haben einen entscheidenden Einfluss auf meine Wahl der Kostüme. Ohne Farbe ist man stark auf Kontraste angewiesen, um eine visuelle Hierarchie zu schaffen. Die Textur der Stoffe spielt dabei eine entscheidende Rolle und sorgt innerhalb einer monochromen Farbpalette für Fülle, Tiefe und Charakter.
Du hast für „Vaterland“ historische Kostüme auch aus der Theaterkunst genutzt und auch für „Köln 75“ und „Krux“ hast du bei uns geliehen. Was schätzt du an einem Kostümfundus?
Wenn ich an einem historischen Film arbeite, liebe ich die Zusammenarbeit mit der Theaterkunst. Das Haus hat eine einzigartige Atmosphäre, eine lange Geschichte und gehört schon seit langem zu meinen Lieblingskostümverleihen. Die Qualität eurer Kollektion ist außergewöhnlich, und die Zusammenarbeit mit eurem Team ist immer ein Vergnügen. Ich entdecke dort immer wieder einzigartige Stücke, die schließlich zu den Hauptkostümen werden. Für „Vaterland“ sowie für „Krux“ (Regie: Tony Vahl), der diesen Monat in Toronto und San Sebastián Premiere feiert, habe ich eine wunderschöne Auswahl bei der Theaterkunst zusammengestellt.
Wie bist du zum Kostümbild gekommen und was liebst du an diesem Beruf?
Mein Weg zum Kostümdesign verlief eigentlich eher zufällig. Das Filmemachen hat mich gefunden und nicht umgekehrt. Als ich Anfang 20 war, studierten viele meiner Freunde an einer Filmhochschule. Eines Tages lud mich eine Freundin, die als Produktionsdesignerin tätig war, ein, ihr bei einem Projekt für einen ihrer befreundeten Regisseure zu assistieren. Das führte zu Einladungen zu weiteren Produktionen, bei denen ich mit verschiedenen Kostümdesignern zusammenarbeitete. Nach und nach wurde mir klar, dass ich meine Berufung gefunden hatte.
Was ich am Kostümdesign am meisten liebe, ist der gemeinschaftliche Charakter dieser Arbeit. Es bietet ein wirkungsvolles Mittel zur Selbstentfaltung und hilft den Schauspielern gleichzeitig dabei, ihre Figuren zu entdecken und zu gestalten. Ich schätze die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, und die gemeinsame Anstrengung, Kostüme zum Leben zu erwecken, sehr. Das Filmemachen ist ein seltenes Umfeld, in dem vielfältige Talente zusammenkommen, um eine einzige Geschichte zu erzählen.
Genau diese Synergie – die enge abteilungsübergreifende Zusammenarbeit mit Haar- und Make-up-Designern, Produktionsdesignern, Kameraleuten, Regisseuren und großartigen Schauspielern – macht das Kostümdesign so spannend. Ich arbeite intuitiv und mit einer gewissen Leichtigkeit und schätze dabei Unvollkommenheit und die Schönheit des Zufalls.
Vielen Dank für das Interview und bis bald in der Theaterkunst!
Vielen Dank an euch!
Theaterkunst Talk
Esther Walz
Esther Walz hat schon als Jugendliche genäht und erhielt ihre Ausbildung an der Academy of Jewelry Art in New York. Sie schloss ein Kostümbildstudium an der Parson’s School of Design in New York ab. Seit 1980 ist sie im Bereich Kostüm für Fernsehfilme und Kinoproduktionen sowie an Theatern tätig und widmet sich dabei sowohl historischen, futuristischen als auch zeitgenössischen Themen.
Zu ihren aktuellen Produkionen zählen zum Beispiel „The Weight“, „Der perfekte Urlaub“, „Die Affäre Cum-Ex“, „Barbaren“ und „Chantal im Märchenland. Für „Der Staat gegen Fritz Bauer“ erhielt Esther Walz 2016 den Deutschen Filmpreis für das „Beste Kostümbild“. Sie war vorher bereits 5 x für diverse Filme nominiert.
„Virginia Woolf’s Night and Day“ basiert auf dem 1919 erschienen gleichnamigen Roman der Autorin. In London folgt Katherina (Haley Bennett) lieber ihren wissenschaftlichen Ambitionen, statt schnell zu heiraten. Als sie dann noch die Frauenrechtlerin Mary (Lily Allen) trifft, taucht sie in die Welt der gesellschaftlichen Selbstbestimmung ein. Ihr Herz schägt für die Astronomie und plötzlich auch für den modern denkenden Rechtsanwalt Ralph (Elyas M’Barek).
Copright Portrait: Niko Karo // Woolf Comedy Productions Ltd. („Virginia Woolf’s Night and Day”) // Fields Entertainment / Augenschein Filmproduktion (“The Weight”) // zero one film (“Der Staat gegen Fritz besser“)
Theaterkunst
Esther Walz
Mit „Virginia Woolf’s Night and Day“ tauchen wir ins London des Jahres 1910 ein. Was macht diese Produktion und das Kostümbild besonders?
Das Anliegen der iranischen Regisseurin Tina Gahravi und mir war, die Zeit um 1910 authentisch darzustellen; aber dabei nicht wie ein verstaubter Kostümfilm auszusehen. Etwas Frische in ein historisches Kostüm zu bringen, ohne dabei die Kostüme an unsere heutigen Sehgewohnheiten anzupassen und ohne die Epoche dabei zu verfälschen, ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe.
Wie macht die Kleidung bzw. das Kostüm im Film die Themen weibliche Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Wandel sichtbar?
Wir begeben uns mit der Hauptdarstellerin in die Welt der Suffragetten, die in ihrem Kleidungsstil und natürlich in ihren politischen Einstellungen einen klaren Kontrast zu der bürgerlichen Welt Londons darstellen. Wir sehen, wie Katherine nicht nur sich, sondern auch ihre Kleidung verändert, je mehr sie aus der Welt ihres konservativen Vaters ausbricht.
Orientierst du dich bei Buchverfilmungen auch am Ursprungswerk und suchst dort nach Hinweisen für dein Kostümbild?
Selbstverständlich, man liest und Figuren entstehen im Kopf. Dann beginnt die eigentliche Recherche, aber interessanterweise komme ich meist zu intuitiv bereits im Kopf entstandenen Charakteren.
In diesem Fall hatte sich die Drehbuchautorin etwas von der Vorlage entfernt und da es sich um ein relativ autobiographisches Buch handelt, habe ich mich zunächst eher an Virginia Woolf selbst orientiert. Ihre zarten Blusen, ihre Ohrringe finden sich bei unserer Katherine.
Eine Batist Bluse, die sie im späteren Teil des Films trägt. hat einen kleinen Schmetterling im Décolltée – übrigens in der Tk gefunden – das ist ein kleiner Hinweis auf ihr schmetterlinghaftes Wesen.
Wie bist du zum Kostümbild gekommen und was schätzt du ganz besonders an deinem Beruf?
Gewissermassen zufällig, durch die Freunde meiner älteren Schwester, die in einer Wohngemeinschag mit Absolventen der Filmhochschule lebte, als ich Teenager war. Da ich viel nähte, sah Peter F. Bringmann ein Talent in mir und bot mir einen ersten Job als Gardrobiere bei seinem ersten Kinofilm „Theo gegen den Rest der Welt“ (1980) an. Ein paar Jahre später lernte ich Dominik Graf kennen und hatte die Chance, einige Projekte mit ihm zu machen. Von Bernd Eichinger entdeckt, gelang ich als Assistentin zu „Der Name der Rose“. Von dort kam ich zu Wim Wenders und so ging alles seinen Weg.
Ich liebe die Abwechslung bei den Projekten, einen so kreativen Beruf zu haben und die interessanten Themen, die immer wieder ein Eintauchen in die Geschichte erfordern.
Vielen Dank für das Interview und bis bald in der Theaterkunst!
Ich möchte gerne hinzufügen, dass ich mit meinem Team überwiegend die Kostüme in England suchte und herstellten ließ, jedoch fand ich in der Theaterkunst sehr feine Kostüme für die zwei weiblichen Hauptrollen, auf die ich nicht verzichten wollte. Ich danke auch für das Interview!
Theaterkunst Talk
Sabrina Krämer
Der Deutsche Filmpreis in der Kategorie „Bestes Kostümbild“ geht in diesem Jahr an…..Sabrina Krämer für „In die Sonne schauen“! Wir gratulieren ganz herzlich zur LOLA. Zudem wurde ihr Anfang des Jahres der Europäische Filmpreis als „European Costume Designer“ verliehen.
Kostümbildnerin Sabrina Krämer ist Absolventin im Fashiondesign der Kunsthochschule Burg Giebichenstein Halle und arbeitete seitdem zunächst als Kostümbildassistentin, Setcostumer und anschließend als Kostümbildnerin bei verschiedenen Film-, Serien- und Theaterproduktionen, wie zum Beispiel „Fabian oder der Gang vor die Hunde“, „Er ist wieder da“, „In den Gängen“, „Tschick“, an Theatern in Leipzig, Halle und Koblenz sowie für Musikvideos der „Beatsteaks“ und verschiedene Werbespots.
„In die Sonne schauen“ erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Lenka (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf einem Vierseitenhof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit.
Mit großer gestalterischer Präzision und einem feinen Gespür für vier verschiedene Zeitebenen, unterschiedliche Atmosphären und eine Vielzahl an Charakteren hat Sabrina Krämer die visuelle Welt des Films, der insgesamt in zehn Kategorien überzeugte, entscheidend mitgeprägt.
Copyright Portrait: Deutscher Filmpreis 2026 / Eventpress // Studio Zentral („In die Sonne schauen) // Zorro Film („In den Gängen“) // Lupa Film GmbH („Fabian oder Der Gang vor die Hunde“)
Theaterkunst
Sabrina Krämer
Wow! Die LOLA! Was waren deine erste Gedanken, als du deinen Namen bei der Verleihung des diesjährigen Filmpreises gehört hast?
In diesem Moment habe ich vor allem Freude und Dankbarkeit empfunden. Eine Auszeichnung wie die Lola ist natürlich eine große persönliche Ehre, aber ich verstehe sie vor allem als Würdigung einer kollektiven künstlerischen Leistung. Kostümbild bewegt sich immer zwischen Recherche, Gestaltung, Handwerk und der Zusammenarbeit mit vielen anderen Gewerken. Dass diese Arbeit gesehen und wertgeschätzt wird, hat mich sehr berührt.
Die Kostüme aus „In die Sonne schauen“ umspannen vier verschiedene Jahrzehnte. Wie bist du an dieses Projekt herangegangen?
Neben den zeittypischen Unterschieden war es uns wichtig, visuelle Verbindungen zwischen den Frauen und ihren Lebenswelten zu schaffen. Dafür haben wir mit wiederkehrenden Elementen gearbeitet – insbesondere mit Schürzen, Schuhen und verschiedenen Formen von Kopfbedeckungen. Diese Kleidungsstücke tauchen in allen Zeitebenen auf, verändern sich aber in Material, Schnitt und Funktion entsprechend der jeweiligen Epoche.
Mich hat daran interessiert, wie bestimmte Kleidungsformen über Generationen hinweg weiterleben können. Eine Schürze beispielsweise erzählt im Laufe der Jahrzehnte immer etwas anderes über Arbeit, Alltag, Fürsorge oder gesellschaftliche Rollenbilder, bleibt aber zugleich ein wiedererkennbares Motiv.
So entstanden visuelle Fäden, die die vier Frauen miteinander verbinden. Die Kostüme sollten nicht suggerieren, dass sich ihre Leben gleichen, sondern vielmehr zeigen, wie Erfahrungen, Traditionen und Erinnerungen über die Zeit hinweg weitergetragen werden. Diese wiederkehrenden Elemente wurden für uns zu einer Art stiller Verbindung zwischen den Generationen.
Wie bist du zum Kostümbild gekommen und was wünschst du dir für dein Gewerk und deine Kolleg*innen?
Zum Kostümbild bin ich gekommen, weil mich schon immer interessiert hat, wie Figuren über ihr Äußeres erzählt werden können. Kleidung ist etwas sehr Alltägliches, gleichzeitig trägt sie Erinnerungen, soziale Zugehörigkeiten, Wünsche und Lebensgeschichten in sich. Mich fasziniert bis heute, dass Kostümbild an der Schnittstelle von künstlerischer Gestaltung, Recherche, Psychologie und Handwerk arbeitet.
Für unser Gewerk wünsche ich mir vor allem Sichtbarkeit und Wertschätzung für die vielen Menschen, die daran beteiligt sind. Kostümbild besteht nicht nur aus Entwurf und Gestaltung, sondern auch aus einem enormen handwerklichen und organisatorischen Aufwand, der oft im Hintergrund stattfindet. Ohne die Kompetenz und das Engagement der KollegInnen in den Werkstätten, Fundi, Garderoben und am Set wäre unsere Arbeit nicht möglich.
Darüber hinaus wünsche ich mir die Zeit und die Ressourcen, die es braucht, um gute Arbeit zu machen. Kostümbild kann einen wesentlichen Beitrag zum Erzählen von Geschichten leisten. Je früher und intensiver es in kreative Prozesse eingebunden wird, desto stärker kann es seine Wirkung entfalten. Und natürlich wünsche ich mir, dass auch die nächste Generation von KostümbildnerInnen gute Bedingungen vorfindet, um dieses vielseitige und wunderbare Handwerk weiterzuführen.
Welchen Tipp würdest du Berufseinsteiger*innen im Kostümbild geben?
Ich würde BerufseinsteigerInnen raten, neugierig zu bleiben und möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln. Kostümbild besteht nicht nur aus Entwerfen, sondern auch aus Beobachtung, Recherche, handwerklichem Verständnis und dem Interesse an Menschen. Oft lernt man genauso viel in der Werkstatt, in der Garderobe oder bei der Kostümbetreuung am Set wie am Zeichentisch.
Außerdem halte ich es für wichtig, die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken zu suchen. Gute Kostüme entstehen selten isoliert, sondern im Dialog mit Regie, Szenenbild, Maske, Kamera und natürlich den SchauspielerInnen. Je besser man die Perspektiven der anderen versteht, desto stärker wird auch die eigene Arbeit.
Und schließlich würde ich dazu ermutigen, der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen. Trends kommen und gehen, aber eine genaue Beobachtungsgabe, ein Gespür für Figuren und die Freude am Erzählen bleiben die wichtigste Grundlage unseres Berufs. Das sind Fähigkeiten, die man über viele Jahre weiterentwickelt und die eine ganz eigene Handschrift entstehen lassen.
Vielen Dank, dass du und deine Lola euch die Zeit für das Interview genommen habt. Bis bald in der Theaterkunst!
Vielen Dank und bis bald!
Theaterkunst Talk
Bartholomew Cariss
Der britische Kostümdesigner Bartholomew Cariss begann seine Karriere bei Angels The Costumiers, wo er das Handwerk des Kostümdesigns erlernte und sich Kenntnisse über historische Kostüme aneignete. In den folgenden Jahren arbeitete er in der Filmindustrie als Kostümbildassistent und lernte dabei das Handwerk. Zu seinen Arbeiten als Assistent zählen “The Two Faces Of January”, “The Theory of Everything” und die preisgekrönte Fernsehserie „The Night Manager“.
Zu seinen jüngsten Produktionen zählen „Becoming Elizabeth“, „Shardlake“ und „Nuremberg“, ein unabhängiger Spielfilm unter der Regie von James Vanderbilt mit Russell Crowe, Rami Malek und Michael Shannon in den Hauptrollen.
“Nürnberg” startete nach seiner Premiere beim TIFF – dem Toronto International Film Festival – am 7. Mai 2026 in den deutschen Kinos. Der historische Politthriller, der auf dem Sachbuch „Der Nazi und der Psychiater“ basiert, beleuchtet die Nürnberger Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg.
Copyright: Prime Video („The Nightmanager“) // LionsGate International („Becoming Elizabeth“) // Weltkino Filmverleih („Nürnberg“)
Theaterkunst
Bartholomew Cariss
Was hat dich an dem Projekt „Nürnberg“ besonders gereizt und welche Herausforderungen gab es bei der Arbeit an diesem Film?
Ich habe mich sofort mit dem Drehbuch verbunden gefühlt und hatte eine genaue Vorstellung davon, wie ich es auf die Leinwand bringen wollte. Jamies Drehbuch war eine Dramatisierung eines uns bekannten Kapitels der Geschichte, erzählte aber auch die uns unbekannte Geschichte von Douglas Kelly und davon, wie ihn die Zeit, die er mit Hermann Göring und den Angeklagten verbrachte, geprägt hat. Es hatte auch eine zeitgenössische Relevanz, in der Art, wie es geschrieben war, mit einem Humor, der manchmal überrascht, und es war ein Kinofilm, wie man ihn früher in unseren Kinos sah, von denen aber heutzutage immer weniger gedreht werden. Ja, es gab Herausforderungen, die gibt es immer, aber Teamarbeit und Zusammenarbeit bringen die Sache zum Laufen.
Wie bist du an die historische Recherche für die Kostüme herangegangen?
Die Prozesse sind so gut dokumentiert und es gibt eine Fülle von Bildern und Filmaufnahmen, auf die man zurückgreifen kann. Tatsächlich war es einer unserer Besuche in der Theatherkunst, der uns eine der besten Informationsquellen bescherte. Die Mitarbeiterinnen zeigten mir das Buch „DER NÜRNBERGER PROZESS“; darin waren Bilder des Gerichtssaals und der Hauptakteure zu sehen, es gab sogar einen Sitzplan des Gerichtssaals. Dies wurde zu einer großartigen Quelle, die von der Kostümabteilung und allen anderen Abteilungen der Produktion genutzt wurde.
Wie bist du zum Beruf des Kostümbildners gekommen und was fasziniert dich an deiner Arbeit?
Mein Weg zum Kostümdesigner begann mit einem Studium der Mode- und Theatergestaltung. Ich hatte ein persönliches Interesse an Vintage-Kleidung und arbeitete nebenbei in diesem Bereich, während ich nach einem Beruf suchte, der mein Studium und Interessen vereinen würde. Da erzählte mir ein Freund, dass „Angels the Costumiers“ Mitarbeiter suchte. Ich wurde als Kostümbildnerin eingestellt und fand, dass dies das perfekte Umfeld für mich war. Bei Angels vertiefte ich mein Wissen über Kostümgeschichte und lernte das Handwerk des Kostümdesigns. Außerde traf ich eine Vielzahl von Kostümdesignern, die dort ein- und ausgingen. Anschließend arbeitete ich als freiberuflicher Assistent in der Branche und verfeinerte mein Handwerk, bevor ich meine eigenen Projekte entwarf. Das Faszinierende daran ist, dass kein Projekt dem anderen gleicht – unterschiedliche Geschichten, Epochen und die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kreativen vor und hinter der Kamera, darunter Regisseure, Produktionsdesigner, Maskenbildner und Schauspieler, um ein Drehbuch zu verwirklichen. Man lernt und wächst mit jedem Projekt.
Für „Nürnberg“ hast du zum ersten Mal mit der Theaterkunst gearbeitet. Was war dein erster Eindruck?
Ihr habt uns eure Türen geöffnet und wart so herzlich und hilfsbereit. Ich war von der Qualität der Kostüme überwältigt, und selbst nachdem wir den Großteil der Kostüme ausgewählt hatten, hielt die Unterstützung an, als wir mit den Dreharbeiten in Budapest begannen. Die Kostümausstattung für ein Projekt erfordert die Bereitschaft der Kostümausstatter, hinter einem zu stehen und dabei zu helfen, die Arbeit zu erledigen.
Wir freuen uns darauf, dich bald wieder in der Theaterkunst begrüßen zu dürfen!
Ich freue mich schon auf das nächste Projekt, bei dem ich mit euch zusammenarbeiten darf. Ich habe tolle Freunde und Kollegen in der Theaterkunst-Familie gefunden.
Theaterkunst Talk
NAKED WITHOUT COSTUME
Die Initiative NAKED WITHOUT COSTUME entstand aus dem gemeinsamen Gefühl vieler Kostümbildner*innen, mit ihrer künstlerischen Arbeit oft unsichtbar zu bleiben. Trotz ihres wesentlichen Beitrags zur Wirkung von Film-, Serien- und Theaterproduktionen fehlt es häufig an Anerkennung und Sichtbarkeit. Aus diesem Austausch heraus formierte sich ein Zusammenschluss, der sich für eine stärkere Wertschätzung, bessere Arbeitsbedingungen und eine gleichberechtigte Position des Kostümbilds im kreativen Prozess einsetzt. Mit einem klar formulierten Manifest und ersten öffentlichen Aktionen verfolgt die Initiative das Ziel, das Bewusstsein für die Bedeutung des Kostümbilds nachhaltig zu stärken.
Wir haben mit den Initiatorinnen gesprochen.
Copyright: Theaterkunst
Theaterkunst
NAKED WITHOUT COSTUME
Wie ist die Idee zu NAKED WITHOUT COSTUME entstanden und wer sind die Initiatoren?
Die Idee zu NAKED WITHOUT COSTUME entstand aus einer geteilten Erfahrung: dem Gefühl, mit der eigenen künstlerischen Arbeit unsichtbar zu sein. Eine Gruppe gleichgesinnter Kostümbildnerinnen – verbunden durch die Leidenschaft für ihr Handwerk und die Frustration über mangelnde Anerkennung – begann, miteinander zu sprechen. Über Produktionen, bei denen das Kostümbild das Publikum berührt, aber kaum Erwähnung findet. Über Premieren, bei denen andere Gewerke selbstverständlich im Rampenlicht stehen, während die Kostümbildnerin im Dunkeln bleibt.
Aus diesen Gesprächen wurde eine Initiative. NAKED WITHOUT COSTUME macht sichtbar, was oft als selbstverständlich wahrgenommen wird: dass Kostüme nicht „einfach da“ sind. Dass hinter jedem Stück Stoff eine künstlerische Entscheidung, eine Recherche, eine Haltung steckt. Die Initator*Innen verstehen ihre Arbeit als kollektiven Akt: gemeinsam für mehr Sichtbarkeit, faire Anerkennung und einen gleichberechtigten Platz im kreativen Team einzustehen.
Ihr habt ein Manifest für das Gewerk Kostümbild geschrieben. Was beinhaltet es?
Das Manifest von NAKED WITHOUT COSTUME stellt klar: Kostümbild ist eine eigenständige künstlerische Leistung. Die gesamte Abteilung verdient faire Arbeitsbedingungen, gerechte Vergütung und echte Wertschätzung. Die Initiative macht sich stark für die Sichtbarkeit von Kostümbildner*innen und allen weiteren Positionen des Kostümdepartments – in Credits, in der Presse, in Jurys und überall dort, wo Entscheidungen getroffen werden.
Darüber hinaus fordern wir eine zukunftsfähige Branche, die sich diverser und inklusiver ausrichtet und in jeder Hinsicht Nachhaltigkeit konsequent in den Fokus nimmt. Von den Filmhochschulen fordern wir eigene Studiengänge für die fachliche Ausbildung und frühe Etablierung von Kostümdepartments als relevante Teile des künstlerischen Kernteams.
Unser Manifest ist ein solidarischer Aufruf: Zur stärkeren Vernetzung innerhalb des Gewerks und zu einem bewussteren Umgang mit unserer Arbeit – sowohl innerhalb der Branche als auch in der Wahrnehmung durch das Publikum.
Euren ersten großen Aufschlag hattet ihr bei der diesjährigen Berlinale. Welche anderen Aktionen plant ihr für die Zukunft?
Die Berlinale war erst der Anfang. Als nächstes großes Ziel haben wir den Deutschen Filmpreis im Blick. Auch dort wollen wir als NAKED WITHOUT COSTUME sichtbar sein und ein Zeichen setzen. Darüber hinaus planen wir, das Thema Kostümbild breiter in die Öffentlichkeit zu tragen: Panels, Interventionen, Ausstellungen und Gespräche. Formate, die unser Gewerk in den Fokus rücken und Diskurse anstoßen. Und natürlich weiter über unsere Social-Media-Kanäle. Wir wollen überall dort präsent sein, wo über Film und Fernsehen gesprochen und entschieden wird.
Was ist euer größter Wunsch für das Gewerk Kostümbild?
Wir wünschen uns, dass jedes Kostümbild und die Arbeit daran als das gesehen wird, was es ist: eine gemeinschaftliche, schöpferische, dramaturgische und hochkomplexe Arbeit, ohne die keine Figur wirklich lebendig wird. Kostümbild soll nicht nur als „Kleidung“ wahrgenommen werden, sondern als zentraler Bestandteil des Storytellings, der Figurenentwicklung, als Unterstützung oder sogar als Ausgangspunkt des darstellenden Spiels und damit essentieller Teil jeder narrativen Produktion.
Wir wünschen uns und unseren Teams faire Arbeitsbedingungen.
Und auf dem Weg dahin entsteht mit NAKED WITHOUT COSTUME idealerweise eine starke, solidarische Vernetzung aller Positionen des Kostümdepartments, die für ihre Sichtbarkeit gemeinsam einstehen und Spaß haben bei den gemeinsamen Aktionen.
Vielen Dank für das Interview!
Herzlichen Dank liebes Theaterkunst-Team für das Interview und die Unterstüzung. Es bedeutet uns viel, dass NAKED WITHOUT COSTUME auf diese Weise Raum und Aufmerksamkeit bekommt.
Theaterkunst Talk
Andreas Krings
Stylist Andreas Peter Krings kleidet sie alle ein. Christian Friedel, Lena Urzendowsky, Valerie Pachner oder den diesjährigen Berlinale-Gewinner İlker Çatak – in seinen Stylings gehen die Stars auf den roten Teppichen dieser Welt auf und ab.
Neben Modemagazinen wie „Die Dame“, „Interview Magazin“ oder „Vogue“ verantwortete er auch Covershootings für „Zeit Magazin“ und „Financial Times – HTSI Magazin“. Zu seinen Kunden zählen Marken wie „Mykita“, „Cartier“ oder „Chanel“.
In seinen Stylings greift der Stylist immer wieder auf Kostümteile aus unserem Fundus zurück. Sei es ein Paar außergewöhnliche Schuhe, eine besondere Krawatte, ein ausgefallenes Tuch oder historischer Schmuck. Wie sprechen mit ihm darüber, was seine Stylings ausmacht und wie er sie mit Fundusstücken kombiniert.
Copyright: Andreas Krings (Portrait), Virgile Guinard (Christian Friedel), Ulrike Rindermann (Valerie Pachner), MYKITA (Max von Gumppenberg), Interview Magazine Shooting (Sharif Hamza)
Theaterkunst
Andreas Krings
Wie bist du zur Mode und Styling gekommen?
Im Grunde war ich schon in meiner Jugend modebegeistert. Fürs Ausgehen habe ich immer meine Freunde gestylt. Dass man so etwas auch als Beruf ausüben kann, war damals nicht in meinem Bewusstsein. Also habe ich nach der Schule erst einmal etwas anderes gemacht und Soziologie und Politikwissenschaften studiert. Nebenbei arbeitete ich in Köln bei der Casting Agentur „Nine Daughters And a Stereo“ – heute „Tomorrow is Another Day“. Wir haben für Designer wie Raf Simons und Hedi Slimane gecastet oder Models für Shootings in Magazinen wie „Arena Homme+“ oder Vogue verbucht. Darüber lernte ich den Beruf des Stylisten kennen und dachte: Das gefällt mir auch.
Welche Stationen deiner bisherigen Laufbahn haben dich besonders geprägt?
Ganz klar meine Zeit bei „TIAD“. Die Gründerin Eva Gödel hat mein Verständnis von High-Fashion wie keine andere geschärft. Bei ihr habe ich erlebt, wie das Modebusiness funktioniert. Aber auch meine Zeit als Redakteur bei Condé Nast hat mich zu dem Stylisten gemacht, der ich heute bin. Ich erinnere mich an Vogue-Shootings mit Karl Lagerfeld oder Peter Lindbergh. Die Vorbereitungen und der Zeitdruck waren enorm. Ein Konzept erarbeiten, um Looks kämpfen, die man im Kopf hatte, aber natürlich ausgerechnet auf einem anderen Shoot waren, die rekordverdächtig vielen Bestellungen jederzeit im Blick behalten. Man lernt jedenfalls, in kürzester Zeit Lösungen für Probleme zu finden, von denen man vorher gar nicht geahnt hat, dass sie aufkommen könnten.
Du ergänzt deine Stylings oft mit Kostümteilen aus unserem Fundus. Was ist die Idee dahinter?
Meine Referenzen für Shootings sind genau genommen immer von Filmen beeinflusst. Wenn ich nach Styling-Ideen für Shootings suche, habe ich nicht selten einen Filmcharakter vor meinem geistigen Auge und entwickle diesen dann weiter. Genauso gehe ich auch Stylings für den roten Teppich an. Es hilft mir, im Vorfeld zu überlegen, was die Individualität einer Person genau ausmacht. Deshalb komme ich auch immer wieder gern zur Theaterkunst. In den Archiven finde ich alle diese besonderen Teile, die bereits eine Geschichte und damit eine persönliche Note mitbringen. Es sind diese Details, mit denen ich die Looks dann vervollständige.
Was inspiriert dich für deine Arbeit? Ziehst du auch Ideen für Looks aus unserem Fundus?
Mein iPhone-Speicher ist im Grunde fast ausschließlich belegt mit Fotos von Fundstücken von euch. Beim Scrollen lahmt mir der Daumen. Die abgebildeten Stücke warten nur auf den richtigen Moment. Die kunstvoll geschnürten Alaïa-Schuhe zum Beispiel oder das rote perlenbestickte Top, das aussieht wie ein Schmetterling. Manchmal liefern mir diese Stücke Impulse für einen Look, oder sie sind dieses eine Detail, das meine Idee von einer Person unterstreicht.
Vielen Dank für das Interview und bis zum nächsten Styling im Fundus.
Ich danke Euch!
Theaterkunst Talk
Agata Culak
Die polnische Kostümbildnerin Agata Culak weist eine langjährige Karriere im Film- und Serienbereich vor. Sie absolvierte eine private Kunstschule im Fachbereich Kostüm und Maske, aber es waren die Kostüme, die sie faszinierten und bei denen sie blieb.
Agata ist zweifache Preisträgerin im Kostümbild beim Festiwal Polskich Filmów Fabularnych und war bereits mehrfach für den polnischen Filmpreis-„Orły“ (Polskiej Nagrody Filmowej) nominiert. Produktionen mit ihrer Kostümhandschrift sind u.a. „Breslau“, „Ikarus. Legenda Mietka Kosza“ und „Broad Peak“.
Am 11.2.2026 startet die polnische Miniserie „Die Bleikinder“ (im Original: „Olowiane dzieci“), die die wahre Geschichte der polnischen Ärztin Jolanta Wadowska-Król (Joanna Kulig) erzählt, die in den 1970er-Jahren eine Bleivergiftungs-Epidemie bei Kindern in der Nähe eines Stahlwerks entdeckt und sich gegen das kommunistische System stellt.
Copyright Portrait: Agata Culak
Theaterkunst
Agata Culak
Die Serie „Die Bleikinder“ spielt in den 1970er Jahren in Polen. Wie hast du dich auf das Projekt vobereitet?
Meinerseits gab es keine komplizierten Vorbereitungen. Ich fühle mich in den 1970er Jahren sehr wohl und mag sie sehr. Außerdem komme ich aus Schlesien, wo die gesamte Handlung dieser Serie spielt, daher liegt mir dieses Thema sehr am Herzen. Ich weiß, wie Katowice in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren aussah. Ich bin dort aufgewachsen, ganz in der Nähe des Bergwerks. Natürlich musste ich recherchieren, wie Stahlarbeiter damals aussahen, also sprach ich mit der Tochter von Dr. Wadowska-Król, die mir Familienfotos aus dieser Zeit zeigte.
Inwiefern beeinflusst die politische und soziale Dimension der Serie deine Kostümwahl? Gibt es gewisse Elemente, die die gesellschaftlichen Zustände zeigen?
Die soziale und politische Dimension ist bei der Auswahl von Kostümen von großer Bedeutung. Ein Stahlarbeiter auf dem Weg zur Arbeit sieht ganz anders aus als ein Parteisekretär, Lehrer, Arzt, Künstler oder die Geschäftsleitung eines Stahlwerks. Wir sollten auch bedenken, dass es damals noch keine Kleidungskollektionen gab, die wie heute jedes Quartal wechselten. Frauen waren sehr einfallsreich und kreativ beim Ausbessern und Herstellen von Kleidung, aber auch die soziale und materielle Dimension spielte eine wichtige Rolle. Es war eine Zeit, in der Kleidung mehrere Jahre lang getragen wurde und jüngere Geschwister oft die Kleidung der Älteren auftrugen. Es liegt auf der Hand, dass eine Ärztin anders aussieht als die Frau eines Stahlarbeiters.
In dieser Geschichte gibt es zwei Ärzte, die ebenfalls voneinander unterschieden werden mussten. Der eine ist Professor und Leiter einer Kinderklinik, der zu Symposien ins Ausland reist und Zugang zu Kleidung aus dem Ausland sowie die finanziellen Mittel hat, um in Pewex-Geschäften einzukaufen (damals gab es in Polen eine Ladenkette, in der man westliche Produkte für Dollar kaufen konnte). Der andere ist ein Arzt aus einer örtlichen Klinik, dessen materieller Status viel geringer ist. Auch das muss durch die Kostüme zum Ausdruck kommen. In dieser Geschichte galt es, eine Welt von hart arbeitenden Stahlarbeitern und ihren Familien, insbesondere Kindern, zu schaffen, eine Welt der Parteimacht, die versucht, unangenehme Tatsachen zu verschleiern, und eine Kämpferin, die sich entscheidet, dem Leid der Kinder nicht gleichgültig gegenüberzustehen und in ihrem Kampf gegen die Behörden nicht aufzugeben.
Du warst inzwischen mehrfach bei uns in der Theaterkunst. Was magst du besonders an unserem Fundus?
Ich mag Kostümäuser sehr, besonders wenn alles nach Jahrzehnten sortiert ist, was mir die Arbeit sehr erleichtert. Außerdem haben Sie sehr freundliche Mitarbeiter, die hilfsbereit sind und sich wirklich gut mit Kostümen auskennen. Ich komme gerne wieder zu Ihnen, finde immer etwas Neues und Inspirierendes, Sie haben eine ganz andere Qualität an Kostümen und ich liebe Ihre Abteilung für patinierte Kostüme.
Wie bist du zum Kostümdesign gekommen und was begeistert dich an deinem Beruf?
Ich habe großes Glück gehabt, denn ich bin der Einzige aus meinem Abschlussjahrgang, die im Bereich Film und Fernsehen arbeitet. Ich war schon immer fasziniert von der Schaffung visueller Welten, davon, was im Gehirn passiert, wenn man Texte liest und die Vorstellungskraft beginnt, eine Straße, Autos, einen Bürgersteig, Bäume, Büsche, Passanten und beispielsweise zwei Personen, die sich unterhalten, zu konstruieren. Was sie tragen, was für Menschen sie sind, was sie tun, welche Accessoires sie haben, wie sie gestikulieren. Das ist ein erstaunlicher Prozess. Sehr oft, wenn ich ein Kostüm, ein Hemd, ein Kleid, eine Jacke oder einen Blazer sehe, das mir gefällt, entwickle ich eine Figur dafür. So habe ich eine ziemlich große Sammlung von Kostümen aufgebaut, die ich gekauft oder geschenkt bekommen habe und die oft jahrelang darauf warten, dass ich sie verwende.
Das Erstaunliche an diesem Beruf ist, dass jedes Projekt anders ist, unterschiedliche Vorbereitungen erfordert, eine andere Geschichte erzählt, man sich ständig weiterentwickelt und etwas Neues lernt, man Orte besucht, die für die meisten Menschen oft unzugänglich sind. Ich liebe meine Arbeit einfach.
Dziękuję bardzo für das Interview, liebe Grüße nach Polen und bis bald in der Theaterkunst!
Vielen Dank und bis bald!
Theaterkunst Talk
Judith Holste
Wir sprechen mit Kostümbildnerin Judith Holste über ihre Arbeit an der vierten Staffel „Ku’damm“ und die Mode der 70er Jahre. Nach einer Lehre zur Damenschneiderin und einem Semesterlehrgang zur Schnittdirektrice studierte sie Kostümdesign an der HAW Hamburg in der Armgartstraße. Bereits während des Studiums erhielt sie Hospitanzen am Theater in Düsseldorf im Bereich Kostüm sowie Assistenzen am Burgtheater in Wien mit George Tabori und Andrea Breth.
Judith Holstes Arbeiten sind zum Beispiel aus „Der Fall Marianne Voss“, „Die Unschärferelation der Liebe“, „Wir wollten aufs Meer“, „Erzgebirgskrimi“ und auch „Wolffs Revier“ bekannt. Für letztere Serie ist sie 1994 nach Berlin gezogen und der Stadt bis heute treu geblieben.
Nun startet am 27.12.2025 „Ku’damm 77“ in der ZDF-Mediathek und am 12./13./14.1.2026 im TV. Nach den großen Erfolgen der ersten drei Staffeln rund um die Familie Schöllack geht es jetzt in der Tanzschule „Galant“ am Kurfürstendamm mit der Familiengeschichte weiter. In der Wohnung über der Tanzschule geht es turbulent zu, drei Generationen wohnen nun dort zusammen: die Schwestern Monika (Sonja Gerhardt) und Helga (Maria Ehrich), ihre fast erwachsenen Töchter Dorli (Carlotta Bähre) und Friederike (Marie Louise Albertine Becker) sowie Mutter und Großmutter Caterina (Claudia Michelsen). Nur Eva (Emilia Schüle), die dritte Schwester, ist noch „im Ausland“, wie man ihren Gefängnisaufenthalt umschreibt, doch ihre Entlassung rückt näher.
Copyright: ZDF/Conny Klein („Ku’damm 77), X Verleih („Die Unschärferelation der Liebe“), Wildbunch („Wir wollten aufs Meer“) // Portrait: privat
Theaterkunst
Judith Holste
Was waren deine ersten Gedanken, also du für die vierte Staffel von „Ku’damm“ angefragt wurdest? Hat dich das Thema der 70er gereizt? Modisch wurden in den bisherigen Staffel ja die 50er und 60er Jahre behandelt.
Ich habe ich mich total gefreut, als ich die Zusage für das Projekt bekommen habe und bin noch am selben Tag ins Kant-Kino gegangen, denn dort lief gerade „Saturday Night Fever“ mit John Travolta von 1977. Das hat mich absolut für das Thema in Stimmung gebracht.
Welche Recherche hast du für die Mode der 70er-Jahre betrieben? Kannst du eine besonders prägende Quellen nennen?
Zuerst habe ich in meinen eigenen Fotos geschaut, denn die 70er waren meine Zeit. Ich war 1977 sogar selbst in einer Tanzschule. Ein schöner Zufall. In alten Burda-Heften, die ja auch bei euch in der Theaterkunst gut sortiert bereit liegen, gab es auch viel Inspiration. Ebenso in der Bravo und im Stern-Magazin. Neben diesen vielen statischen Bildern brauchte ich unbedingt auch bewegtes Bild zur Recherche. Im RBB gibt es eine tolle Doku über Berlin im Jahr 1977. Die habe ich mehrmals angeschaut, um ein Gefühl für das Berlin in dieser Zeit zu erhalten. Außerdem dienten mir auch „Drei Damen vom Grill“ (1977) sowie der legendäre Tatort „Reifezeugnis“ (1977) mit Nastassja Kinski als Inspiration.
Wie hast du dich dem Zeitgeist von 1977 modisch genähert, ohne in Stereotype zu verfallen?
Mir wurde während der Recherche schnell bewusst, dass das Ende der 70er nicht mehr so knallig und bunt war, sondern es wurde in der Farbe schon reduzierter. Trotzdem spielt man mit dem ganzen Spektrum der 70er Jahre, denn dadurch kann man sehr viel über eine Figur erzählen, z.Bsp. ob die Person sehr modisch ist oder eher an alten Zeiten festhält.
Wir konnten die verschiedenen Gruppen der Serie sehr gut über die Mode darstellen. Die Gäste der Tanzschule waren ganz anders angezogen, als zum Beispiel die Club- oder Kneipenbesucher. Es ist immer darauf bezogen, wer die Figuren sind und was sie ausdrücken. Ich wollte gern die unterschiedlichen Tendenzen, die es zu dieser Zeit gab, zeigen. In Berlin gab es Ende der 70er zum Beispiel vereinzelt Punks auf der Straße, also ließen wir diese auch im Stadtbild sichtbar werden.
Ich habe sehr viele Originalkostüme aus der Theaterkunst genutzt und vor allem auch die SWR-Stücke im Naumannpark. Diese Sammlung an 70er Jahre Kostümen war enorm wichtig für die Produktion. Ich war total begeistert, als ich gleich am ersten Tag meiner Vorbereitungszeit das tolle karierte Ensemble bei euch gefunden habe, das Eva letztlich auch für ihren großen Aufritt in der Serie trägt.
Eine große Herausforderung war es, die richtigen Größen einzuschätzen, denn die Größenangaben von damals haben nichts mehr mit denen von heute zu tun. Mein Team und ich haben ganz viel ausgemessen oder einfach selbst anprobiert.
Angefertigt haben wir nur den Overall von Dorli, weil wir diesen mehrfach für die Tanz-Doubles brauchten. Außerdem ein Turnierkleid, das wir doppelt benötigten. Ansonsen haben wir Originalteile aus der Zeit genutzt. Davon gab es ausreichend, denn man findet bei jedem Gang durch den Fundus immer wieder neue Sachen.
Wie differenzieren sich die Looks der drei Generationen und wie spiegeln die Kostüme die Persönlichkeiten und Veränderungen der Figuren wider (Großmutter Caterina, ihre Töchter, deren Töchter)?
Ich habe noch mal alle Folgen und Staffeln angeschaut, um zu erkennen, wie alle zueinander stehen und was in der Vergangenheit passiert ist.
Caterina ist so angelegt, dass sie nicht so modisch ist, sondern ihren eigenen Stil hat und eher rückwärtsgerichtet ist. Somit konnte man bei ihr modisch alles unterbringen, wie zum Beispiel einen Jersery-Anzug in organge von Anfang der 70er. Das war ein sehr gelebter Look.
Jede Figur und ihre Entwicklung konnte man wahnsinnig gut durchs Kostüm unterstützen. Bei Eva im Gefängnis und der entsprechenden Kleidung bis hin zu einem ganz tollen Kostüm nach ihrer Entlassung – da kann man einen ganz großen Bogen erzählen. Monika, die ihre Tochter Dorli trainiert, ist eher praktisch veranlagt und trägt meistens Hosen, so dass ich das wieder aufgegriffen habe.
Oder Helga, die sich vom ihrem Dasein als grau Maus befreit, da sie diesen neuen Mann kennengelernt hat. Das sind schöne Entwicklungen.
Die Schauspieler*innen waren sehr offen für unsere Kostümvorschläge und haben alles angenommen. Das Kostüm darf nicht zu dominant sein. Der Fokus muss immer auf der Rolle bleiben, denn das Kostüm unterstützt den Charakter.
Wie bist du zum Kostümdesign gekommen und was begeistert dich an deinem Beruf?
Zum Kostüm bin ich über meine Schneiderlehrer und durch Hospitanzen am Theater gekommen. Ich habe schnell gemerkt, dass mich Kostüm und die Arbeit mit Menschen mehr interessiert als die reine Mode.
Ich finde es toll, dass jede Produktion ein frisches Thema mit sich bringt und das man sich immer wieder auf die Menschen einstellen muss. Der Reiz, bei jeder Produktion neue Figuren zu schaffen, fasziniert mich. Beim Lesen des Drehbuchs entstehen immer erste Ideen, wie eine Figur aussehen kann und ob es vielleicht noch eine Besonderheit gibt, die mit einem Kostümdetail herausgearbeitet werden kann. Niemand ist perfekt gekleidet und so sollte man es auch im Film belassen, wenn man eine Figur kreiert. Mein Team und ich bleiben immer offen dafür, was sich der Schauspieler vorgestellt hat.
Bei Ku’damm in den 70ern war die Veränderung der Schauspieler sehr gut zu sehen: Sie kommen oft in Fleecejacke und Jogginghose zu uns und gehen in enger Schlaghose, Karohemd und bunter Brille zurück ans Set.
Welchen Tipp würdest du jungen Menschen geben, die gern im Kostümdesign arbeiten möchten?
Hauptsächlich soll man Freude und Lust am Beruf haben. Geduld und Diplomatie sind sehr wichtig, weil Ideen verschiedenster Personen (Kostümbildner, Schauspieler, Regisseur etc.) zusammen passen sollten. Man muss dafür gewappnet sein, dass viele verschiedene Meinungen aufeinandertreffen und dass das, was man sich ausgedacht hat, wandelbar bleiben muss.
Eine gewissen Gelassenheit ist auch hilfreich. Man sollte zwar an seinen Ideen festhalten, aber nicht festgenagelt sein, sondern immer offen für anderen Einflüsse bleiben. Trotzdem darf und muss man darauf vertrauen, dass die eigenen Ideen ein gutes Fundament sind.
Vielen Dank für das Interview und bis bald in der Theaterkunst!
Bis bald!
Theaterkunst Talk
Kate Hawley
Die Arbeit der neuseeländischen Kostümdesignerin Kate Hawley ist derzeit in der Neuverfilmung des Klassikers „Frankenstein“ zu sehen. Wir haben mit ihr über diese Produktion, ihre Liebe zu Kostümen und die Bedeutung ihres Handwerks gesprochen.
Kate Hawley stammt aus Wellington, Neuseeland. Nach ihrem Grafikdesign-Studium an der Wellington School of Design absolvierte sie einen Motley Theatre Design Course in London. Anschließend arbeitete sie in Theatern und Opernhäusern, bevor sie zum Film kam. Zu ihren Kostümdesign-Arbeiten zählen Produktionen wie Peter Jacksons „In meinem Himmel“ und Guillermo Del Toros „Der Hobbit“ sowie „Crimson Peak“. Auch Filme wie „Suicide Squad“ und „Mortal Engines“ tragen ihre Handschrift.
Für „Frankenstein“ arbeitete sie mit unserem Kostümhaus zusammen. Der Film unter der Regie von Guillermo del Toro wurde im November auf Netflix veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte von Victor Frankenstein (Oscar Isaac), einem brillanten, aber egoistischen Wissenschaftler, der durch ein monströses Experiment eine Kreatur (Jacob Elordi) erschafft, was letztendlich sowohl für den Schöpfer als auch für seine tragische Schöpfung eine Katastrophe bedeutet.
Copyright: Netflix („Frankenstein“), Warner Bros. („Suicide Squad“ & „Der Hobbit“)
Theaterkunst
Kate Hawley
Was hat dich am Frankenstein-Projekt besonders angesprochen?
Guillermo führte Regie!! Und sein Drehbuch war so vielschichtig und emotional bewegend. Die Herausforderung, Frankenstein als Figur anzunehmen, hatte Gewicht, denn wir alle wussten, wie wichtig ihm dieses Projekt war. Und es war GROSS. Außerdem konnte ich wieder mit langjährigen und sehr geschätzten Kolleg*innen zusammenarbeiten.
Hast du dich den Kostümen mit historischer Genauigkeit oder künstlerischer Freiheit genähert? Worauf musstest du bei den Kostümen besonders achten?
Ich recherchiere immer gründlich die historischen Referenzen, aber das ist nur ein kleiner Teil meiner Arbeit. Ich lese die Begleitliteratur, informiere mich über die Kunstgeschichte der Zeit, studiere sowohl die geografische als auch die emotionale Landschaft und beginne oft mit einem Moment aus dem Drehbuch. Aber die treibende Kraft ist die Vision meines Regisseurs – die von Guillermo.
Frankenstein hat einen opernhaften Ton und ist ein eindringliches Melodram. Während wir also die Silhouetten historisch gehalten haben, gab es viel Freiheit. Man könnte es wohl als Guillermos „Fiebertraum dieser Zeit” beschreiben. Ein gotisches Märchen.
Gibt es ein zentrales Kostümteil oder einen Look, der die Essenz des Films verkörpert, oder gibt es ein Kostüm aus dem Film, auf das du besonders stolz bist?
Das ist eine schwierige Frage. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das konkret beantworten kann , aber ich kann sagen, dass ich es wirklich geliebt habe, gemeinsam mit meinem Team diese Welt zu erschaffen. Wir haben Stoffe und eine Sprache entwickelt, die die Bilder und den Ton widerspiegeln, die Guillermo in seinem Drehbuch geschaffen hat. Themen wie Mythologie, Religion, Erinnerung und ungezähmte Natur sind allgegenwärtig.
Wie bist du zum Kostümdesign gekommen und was begeistert dich an deinem Beruf?
Ich bin mit einer Liebe zu Büchern aufgewachsen – insbesondere zu Mythologien und Märchen – und unser Zuhause war von Opernmusik erfüllt. Ich glaube, dass mich diese Kindheit zum Kostümdesign hingezogen hat. Ich liebe es, Welten zu erschaffen und mit anderen zusammenzuarbeiten. Ich liebe die Herausforderung, eine Welt zu erschaffen, eine Atmosphäre zu kreieren und auf die „Landschaft“ zu reagieren, in der die Figuren existieren.
„Frankenstein“ war deine erste Zusammenarbeit mit Theaterkunst. Was ist dein Eindruck von unserem Haus und unseren Kostümen?
Es ist eine ganz besondere und sorgfältig zusammengestellte Kollektion. Ihr bietet etwas Besonderes, das eindeutig die europäische Ästhetik widerspiegelt.
Welchen Rat würdest du jungen Menschen geben, die in die Welt des Kostümdesigns einsteigen möchten?
Jeder, den ich kenne, hat einen anderen Weg eingeschlagen. Es scheint keinen bestimmten Weg zu geben. Aber engagiere dich an einem lokales Theater – lerne alle Aspekte des Handwerks kennen. Lerne, welche Werkzeuge benötigt werden, um deine Ideen zu vermitteln. Schau dir die Menschen in deinem Umfeld an, deren Arbeit du bewunderst, und lerne von ihnen. Ein großer Teil meiner Arbeit besteht darin, mit vielen anderen Menschen und Abteilungen zusammenzuarbeiten. Lerne zuzuhören! Höre deinem Regisseur und deinen Kollegen zu und sei immer offen für bessere Ideen. Sei kein Einzelkämpfer. Sei immer mutig. Es ist ein Prozess – du wirst nicht von Anfang an alles richtig machen.
Vielen Dank für das Interview und bis bald in der Theaterkunst!
Ich liebe die Theaterkunst und werde wiederkommen!
Wir nutzen Google Analytics, um die Nutzung unserer Website zu verstehen. Das geschieht nur mit Ihrer Einwilligung. Datenschutzerklärung